WAS IST KUNST IN ZEITEN DES KRIEGES?
HAT DER RAUM, DER WÄRME ZWISCHEN MENSCHEN ERZEUGT, NICHT DIE SCHÖNSTE ÄSTHETIK?

Samstag, 10. Dezember ab 17.00 Uhr und Sonntag, 11. Dezember ab 10.00 Uhr Thespis Zentrum in Bautzen, Sachsen

Gemeinsam mit internationalen Expertinnen und Experten wollen wir uns mit Projektideen ukrainischer Geflüchteten und Jugendlichen, die sich aktuell in der Ukraine befinden, und Leben retten,  auseinandersetzen und mit Ihnen diskutieren. Uns beschäftigt unter anderem die Frage, inwiefern die  Entwicklung von neuen Lebensperspektiven für Menschen, die so vieles in ihrem Leben verloren haben, nicht die eigentliche »wahre Kunst« darstellt.

Außerdem wird unser Partnerprojekt am Jungen DT (Deutsches Theater Berlin) dessen Ergebnisse in Form eines Theaterstücks Linie 8 und Pudding für alle! vorstellen.

WIE LASSEN SICH DURCH KUNSTPROJEKTE FRIEDEN UND DIALOGE SCHAFFEN?

Noch im Dezember 2021 beschäftigte sich das Misto to Go Kollegium, darunter Georg Genoux, Yana Humenna, Den Humennyi, Olga Bakukha und Anastasia Tarkhanova, mit Schülerinnen und Schülern in der ukrainischen Region Donbass, nahe der russischen Grenze, mit dieser Frage. Zu dieser Zeit wurde  der Aufmarsch russischer Truppen an der benachbarten belarussischen Grenze vielleicht noch als Bedrohung wahrgenommen, doch keiner wollte das Ausmaß des heutigen Krieges erahnen.  Nun sind viele dieser Schülerinnen und Schüler nach Bautzen (Sachsen) geflüchtet. Bei ihren langjährigen Pädagoginnen und Pädagogen am Thespis Zentrum in Bautzen finden sie Zuflucht und Unterstützung.
Das Programm des Symposiums finden Sie HIER

Seit 2018 unterstützt das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland die Projektarbeit von Misto to Go. Georg Genoux, Den Humennyi und Yana Humenna arbeiten bereits seit 2014 an Orten im Donbass an kulturellen Projekten mit Schüler*innen und Bürger*innen.

Bitte akkreditieren Sie sich unter info@thespis-zentrum.de!

Misto to Go School – Schule der kulturellen Zivilgesellschaften REAL ist ein Projekt von Agency for Safe Space,  PostPlayLAB, Thespis Zentrum, Media Frontline e.V. und Shkola Nr. 3 Nikolajewka.

Unterstützt wird es im Rahmen des Programms „Östliche Partnerschaften“ des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.



 


Liebe Freunde und Teilnehmer*innen, 
wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass wir seit Mai 2022 Resident im Thespis Zentrum in Bautzen sind. Darüber hinaus sind wir auch Mitausrichter des Festivals "Willkommen Anderswo 5. HeimaTraum"  in der Stadt Bautzen, an denen viele Teilnehmer*innen unserer schon in der Ukraine seit 2014 dauernden Projekten   mitwirken.   

Das Festival ist immer ein Aufeinandertreffen und Zusammenwirken von der Realität des täglichen Lebens und der Welt des Theaters. Wir haben dieses Jahr ein besonderes Programm entwickelt, das den Krieg in der Ukraine thematisiert, dabei aber auch universale Fragen aufwirft: Wie sollen wir mit Menschen, die zu uns nach Deutschland geflüchtet sind, umgehen? Was können wir aus dem heutigen Konflikt lernen? Was haben wir seit 2015 verpasst? Was bedeutet Heimat für uns? Was verbindet uns?  

WIR MÖCHTEN DARÜBER SPRECHEN, WIE NACH UND WÄHREND DES KRIEGES NEUES LEBEN AUS ZERSTÖRTEM ENTSTEHEN KANN, WIE "ROSEN AUS RUINEN AUFERSTEHEN".   

Eine Reihe von eigenen Theaterinszenierungen und Projekte von und mit namhaften Theatern, wie z.B. dem Deutschen Theater Berlin, den Münchner Kammerspielen oder dem Münchner Residenztheater, sind Bestandteile unseres Programms.    

Ganz besonders wichtig ist uns Eure Teilnahme. Deshalb möchten wir und unsere eingeladenen Künstler*innen Euch einladen, mit uns nach den Vorstellungen über unsere Arbeit, den Krieg in der Ukraine und Fluchterfahrungen zu sprechen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Euch direkt in das Festival einzubringen, in dem Ihr an einem oder mehreren der angebotenen Workshops teilnehmt und/oder an Initiativen mitwirkt.  

Jeden Abend im Burgtheater erwartet uns ein besonderes musikalisch-kulinarisches Programm bei dem sich alle besser kennenlernen und austauschen, sowie die Festivalatmosphäre in der Stadt genießen können.    

Kuratiert hat das Festivalprogramm der neue Leiter des Thespis Zentrums Georg Genoux, der seit über 8 Jahren in Frontstädten im Osten der Ukraine Theater macht. Viele Menschen aus diesen Gebieten sind auch durch ihn nach Bautzen und Sachsen gekommen und wirken an diesem Festival mit.    

Es geht darum, dass wir – Bautzen, Sachsen, Ukraine – einander durch Theater besser kennen und vielleicht dadurch auch “die anderen” besser verstehen lernen. Und es geht um die große Chance in diesen 5 Tagen, wenn hier in Bautzen viele Kulturen aus vielen Teilen der Erde aufeinandertreffen, uns gegenseitig zu bereichern und die Herausforderung, die uns gegenwärtig in unsrer Realität gestellt werden, verständnisvoller, gestärkt und gemeinsam anzunehmen und anzugehen.    

Willkommen Anderswo in unserem HeimaTraum! 

PROGRAMM DES FESTIVALS: BITTE KLICKT HIER 


Misto to Go - Jetzt Hilfe für die Ukraine

Liebe Freunde und Kollegen,
die Menschen in der Ukraine sind in bitterer Not. Der Krieg in ihrem Land kann jetzt noch sehr viele Todesopfer kosten, viele Menschen werden versuchen nach Europa zu fliehen. Den Menschen, die in der Ukraine leben, wird es bald an allem fehlen, an Medikamenten, Essen, Hygiene, Spielzeugen für Kindern uvm.

Wir werden gezielt Jugendliche und junge Künstler*innen unterstützen, die zum Teil mit unserer Hilfe nach Deutschland fliehen konnten bzw. vor Ort in der Ukraine versuchen zu überleben.

Zur Zeit engagieren wir uns intensiv Binnenflüchtlingen vor Ort schnelle finanzielle Hilfe zukommen zu lassen, Menschen bei der Flucht aus der Ukraine zu helfen, sie an den Grenzgebieten (Polen, Tschechien und Rumänien) abzuholen, die Menschen in Deutschland unterzubringen und ihnen bei ihrem Aufenthalt in Deutschland zu unterstützen.


Unser Kollege Georg Genoux engagiert sich schon seit 2014 in den Kriegsgebieten der Ukraine, gründete dort das Theatre of Displaced People und führt seit 2018 mit Unterstützung des Auswärtigen Amts das Projekt “Misto to Go” in 6 Städten im Donbass durch.

Auf dieser Basis haben wir direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort. Yana und Den Gumenni, die Gründer des PostPlay Theaters in Kiew und mehrere Schuldirektor*innen, koordinieren die Hilfe vor Ort in der Ukraine. 

Steffi Seurich, Erzieherin aus Sachsen, Vera Trojanova, Drehbuchautorin aus Berlin, koordinieren die Hilfe für ukrainische Geflüchtete in Deutschland, in Zusammenarbeit mit den Deutsch - Sorbischen Volkstheater Bautzen, dem Gerhart - Hauptmann Theater in Zittau, Bühnen Halle, Sachsenreggae - Bürgerbühne, Meetingpoint Memory Messiaen e.V. und vielen mehr.

Bitte unterstützen Sie unsere Initiative.

Wir haben dafür hier ein Spendenkonto eingerichtet:
Elinor Treuhand e.V. 
GLS Bank 
IBAN: DE48430609677918887700 
BIC: GENODEM1GLS 
Verwendungszweck: ELINOR2L5Q6Q
(unbedingt angeben)


Mit herzlichen Grüßen,
Georg Genoux (Regisseur, Künstlerischer Leiter Misto to Go)
Steffi Seurich (Erzieherin, Vorsitzende Sachsenreggae - Bürgerbühne)
Den Gumenniy (Künstlerischer Leiter Misto to Go Ukraine, PostPlay Theatre)
Vera Trojanova (Drehbuchautorin)



Aktuelle Projekte 2021: 
 Misto to Go School - Schule der kulturellen Zivilgesellschaften 
 Schule für Dialog- und Friedensbildung mit SchülerInnen aus 6 Städten im Osten der Ukraine. 
 Wie handle ich als Künstler und Bürger meiner Stadt im Osten der Ukraine, um dauerhaft Frieden zu schaffen und neuen gewaltsamen Konflikten vorzubeugen? Die Erarbeitung von Konzepten, Projekten und Positionen zu dieser Frage durch SchülerInnen der Oberstufe ostukrainischer Schulen ist die zentrale Aufgabe der “Misto to Go School - Schule der kulturellen Zivilgesellschaft”: 18 SchülerInnen aus 6 Schulen aus verschiedenen Regionen im Donbass werden an der Schule Nr 3 in Nikolajewka, begleitet von internationalen Experten und Tutoren, Projekte zu diesem Thema erarbeiten und erste praktische Schritte der Umsetzung ihrer Vorhaben entwickeln.
Mehr Informationen finden Sie HIER
 


MISTO TO GO
Seit 2019 organisieren wir auch das Theater- Film- und Musikprojekt MISTO TO GO - DIE STADT ZUM MITNEHMEN
Die Autoren und Darsteller  sind SchülerInnen der örtlichen Schulen im Donbass. Beim Theatermachen proben sie ihre Erfahrungen in der “erwachsenen Welt” und beziehen Position zu ihr. Die SchülerInnen lieben und hassen ihre Städte im Donbass. Sie möchten über diese Orte, ihre Erlebnisse und Gefühle erzählen. Sie nehmen in ihren Theaterprojekten ihre Städte mit auf Reisen durch die Ukraine, sowie Deutschland und Österreich. Gleichzeitig schaffen sie Theaterinstallationen, die für immer an ihren Orten bleiben sollen. 

Regisseur: Georg Genoux 
Kurator: Den Gumenniy 
Visuelles Design: Anastasia Tarkhanova
Pädagoge: Yana Guemnnaya
Musikalische Leitung Yuriy Gurzhy

Letztes Jahr: Im zweiten Projekt Misto 2 Go 2020 reiste der Berliner Musiker Yuriy Gurzhy mit und entwickelte parallel zu der Theater- und Filmarbeit ein Musikalbum mit den Schülern: "Neue Donbass Symphonie".

Die Premieren des zweiten Projektes fanden im Herbst und Winter 2020 in Komishevacha, Troitskoe, Raigorod, Poltava, Kiew, Lwiw, Hamburg und Popasna statt.
Aufgrund der Corona Pandemie wurden viele Vorstellungen online gezeigt.

Am 22.Januar 2021 fand aus dem Berliner Panda Theater ein Livestream des Konzertes "Neue Donbass Symphonie" statt. In diesem Konzert wurden die Lieder vorgestellt, die Yuriy Gurzhy mit den Schülern bei der Theaterarbeit entwickelt hatte.
Eine Aufzeichnung des Konzerts können Sie HIER sehen.
 
 


Die Premieren des ersten Projektes waren im Herbst und Winter 2019 in Bachmut, Popasna, Nikolajewka, Kharkov, Lwiw, Kiew, Berlin, Potsdam und Wien. 

Die Online - Version der ersten Theaterinszenierung hatte am 05. März 2020 im ukrainischen Internet TV - Sender Hromadske TV Premiere. 
 
Ein Projekt von PostPlay Theatre in Kiew, Media Frontline e.V. in Berlin und Agency for Safe Space. 

 Im Rahmen des Programms "Östliche Partnerschaften" des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland.

© Fotos von Stanislaw Yurchenko und Anastasia Tarkhanova
 
Ein Projekt von PostPlay Theatre in Kiew, Media Frontline e.V. in Berlin und Agency for Safe Space. 

 Im Rahmen des Programms "Östliche Partnerschaften" des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland.

© Fotos von Stanislaw Yurchenko und Anastasia Tarkhanova
 
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